Jobguide MÜNCHEN_Bayern_d818

München_Bayern von High-Tech-Unternehmen und fördert Forschungsprojekte zu Zukunftstechnologien in der Region. So möchte sich beispielsweise Augsburg als europäisches Zentrum für Resourceneffizienz in Bayern etablieren. Gefördert vom Freistaat Bayern entsteht hier gerade ein CFK-Technologiezentrum. Bei der Erforschung und Erprobung des neuen Leichtbaumaterials CFK (carbonfaserverstärkte Kunststoffe) kooperieren dort freie Forschungsinstitute und Universitäten mit in- novativen Mittelständlern und großen Maschinenbauern, Automo- bil- und Flugzeugherstellern. Neben Projekten zur Verarbeitung von CFK wird künftig auch die Aus- und Weiterbildung rund um die neue Technologie begleitet werden. Der HighTechCampus der Ludwig-Maximilians-Universität LMU in Großhadern-Martinsried vor den Toren Münchens gehört dagegen zu den internationalen Top-Adressen in der Life-Science-For- schung. 2014 eröffnete dort das neue Biomedizinische Zentrum der LMU. Auch die TU München mit ihrer aktiven Gründerszene zählt zu den deutschen Exzellenz-Universitäten und belegt in deutschen und internationalen Hochschul-Rankings regelmäßig Spitzenplätze. Allianz und BMW, Infineon und Linde, MAN, Munich Re und natürlich Siemens – nirgendwo sonst in Deutschland trifft man auf so viele Dax- 30-Unternehmen wie in München. Der wich- tigste deutsche Börsenindex umfasst gemessen an Börsenumsatz und Marktkapitalisierung die 30 größten börsennotierten Unternehmen hier- zulande. Neben den sieben Börsenstars, die ih- ren Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt ha- ben, fühlen sich in und um München auch viele ihrer kleineren Brüder aus dem MDax heimisch. Zu den regionalen Mid Caps (mittelgroßen Unternehmen im MDax) zählen unter ande- rem der europäische Luftfahrtkonzern EADS mit seiner Deutschlandzentrale in Ottobrunn, der Triebwerkhersteller MTU Aero Engines, der größte deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und die ProSiebenSat1 Media AG, beide in Unter- föhring. Außerdem gehören dazu der Chemiekonzern Wacker und der Agrar- und Handelskonzern BayWa, der in Deutschland unter anderem 275 Tankstellen der Marken BayWa und Avia betreibt. Sie alle tragen dazu bei, dass der Großraum München seit vielen Jah- ren zu den wachstumsstärksten und stabilsten Wirtschaftsregionen in Deutschland zählt: „Der Wirtschaftsraum verfügt über eine diversifi- zierte Wirtschaftsstruktur, die aufbauend auf einer Vielzahl von Bran- chen und Clustern auch über eine breite Streuung kleinerer, mittlerer und großer Unternehmen verfügt“, erklärt Dieter Reiter, Oberbürger- meister der Stadt München. Dieser besondere „Münchner Mix“ aus Weltkonzernen und Mit- telstand, Handwerk, Industrie und Dienstleistungen sorgt in der Re- gion für jede Menge krisenfester Jobs. Und es werden immer mehr: 2014 lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in München bei fast 980.000 und damit ganze 40.000 über dem Jahr zuvor. „Selbst in den Jahren der Rezession 2008/2009 verzeichnete die Landeshauptstadt einen positiven Beschäftigungssaldo“, sagt Reiter. Im deutschen Großstadtvergleich bleibt München denn auch weiterhin die Stadt mit der niedrigsten Arbeits- losenquote. Mit 4,2 Prozent fiel sie 2015 in München deutlich niedriger aus als selbst in den Boomtowns Hamburg und Düsseldorf. Bezieht man das Umland mit ein, so sieht es sogar noch besser aus: Mit einer Quote von gerade mal 2,8 Prozent herrscht im Landkreis München prak- tisch Vollbeschäftigung. Allein hier in der Re- gion München leben über 2,7 Millionen Men- schen und die Landeshauptstadt selbst hat 2015 die Geburt des 1,5 Millionsten Bürgers gefeiert. Nicht nur in größeren Städten wie Aug- sburg oder Ingolstadt sondern auch im länd- lichen Raum, der flächenmäßig rund die Hälfte der Metropolregion ausmacht, sind zahlreiche Weltmarktführer angesiedelt, auch wenn ihre Namen oft nur in Fachkreisen bekannt sind. Die sogenannten „Hidden Champions – oft kleine oder mittelständische Unternehmen – können zwar nicht mit bekannten Markennamen glänzen, zählen jedoch in ihrem Bereich zur absoluten Weltspitze. So wie beispielsweise Webasto aus Stockdorf im Landkreis Starnberg: Der familiengeführte Automobilzulieferer mit weltweit knapp 10.400 Mitarbeitern ist Weltmarktführer bei Standheizungen. Oder die Kro- nes AG mit Stammsitz in Neutraubling bei Regensburg und weiteren Werken in Freising und Rosenheim. Das im MDax notierte Unter- nehmen gilt als Weltmarktführer bei Getränkeabfüllanlagen und be- schäftigt international mehr als 12.600 Mitarbeiter. In einer Liste der 1.000 deutschen Weltmarktführer, die das Manager-Magazin regelmäßig erstellt, finden sich etliche Unterneh- men aus der Region – angefangen vom Wanderschuh-Spezialisten Meindl über mittelständische Anlagen- und Maschinenbauer bis hin zu High-Tech-Firmen wie Eos, Spezialist für e-Manufacturing oder Simon Voss, Marktführer für digitale Schließ- und Zutrittskontroll- systeme. Um die wirtschaftliche Pole Position zu halten, investiert die bayerische Landesregierung seit Jahren gezielt in die Ansiedlung Von Gemsen und DAXen Wer in der Region München lebt und arbeitet, hat nicht nur die Bergwelt der Alpen vor der Haustür — auch überdurchschnittlich viele große und erfolgreiche Unternehmen haben in und umMünchen ihren Stammsitz. Ein dichtes Netz an Hochschulen und Forschungsinstituten lässt die deutschen „DAXe“ und viele quirlige Mittelständler hier bestens gedeihen. Fotos: Mariocopa, Clearlens-images/beide Pixelio Und die zweitgrößte deutsche Hochschule für angewandte Wissen- schaften, wie die FHs heute heißen, die Hochschule München, ge- nießt einen sehr guten Ruf. Insgesamt sind alleine an diesen drei bayerischen Bildungsschmie- den 30 Prozent aller Studierenden des Bundeslandes eingeschrieben. Kein Wunder also, dass die Region München sich als führende Wis- sensregion sieht. Das Qualifikationsniveau der Arbeitnehmer ist weit überdurch- schnittlich, mehr als jeder fünfte Beschäftigte kann einen (Fach-) Hochschulabschluss vorweisen. Bundesweit liegt München damit auf Rang zwei – nur einen Hauch hinter Stuttgart. Für den Nachschub an Fachkräften sorgen neben den Münchner Top-Adressen und ins- gesamt 25 Universitäten und Hochschulen direkt vor Ort weitere 28 in der Region, an denen insgesamt rund 150.000 junge Menschen studieren, darunter zum Beispiel die Hochschule Ingolstadt mit be- sten Verbindungen in die Automobilindustrie oder die Hochschule Augsburg mit einem guten Ruf für Design. Auch im außeruniversitären Bereich verfügt die Region über ein herausragendes Angebot an Forschungseinrichtungen. Die Max- Planck-Gesellschaft hat sich mit ihrer Generalverwaltung und einem breiten Forschungsspektrum in München angesiedelt. In zehn Insti- tuten forschen die Wissenschaftler in verschiedenen Bereichen der Physik, über spezielle Rechtsfragen oder Psychologie. Die Fraunhofer- Gesellschaft hat ihren Hauptsitz und drei Institute ebenfalls in der Landeshauptstadt – Arbeitsstellen für mehrere hundert wissenschaft- liche Mitarbeiter. Der Standort Oberpfaffenhofen des Deutschen [ München glänzt mit einem guten Mix aus Weltkonzernen und Mittelstand

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