Jobguide IT_MATHEMATIK_ECOMMERCE_d621

IT_Informatik_eCommerce Für die deutsche ITK-Branche mit ihren rund 90.000 Unternehmen geht es seit Jahren aufwärts. Allein 2019 legten die drei Segmente Informationstechnologie (IT), Telekommunikation und Unterhal- tungselektronik (ITK) um 1,5 Prozent auf über 165 Milliarden Euro Umsatz zu. 40.000 neue Jobs wurden geschaffen und brachten die Branche auf mehr als 1,17 Millionen Beschäftigte. „Die Bitkom-Bran- che festigt damit ihre Rolle als zweitgrößter industrieller Arbeitgeber, knapp hinter dem Maschinenbau“, resümierte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom. Getragen wird das Wachstum zu allererst von der Informationstechnik und in zwei- ter Linie von der Telekommunikation, während die Unterhaltungse- lektronik seit mehreren Jahren in Folge schrumpft. Auch 2020 soll es wieder Wachstum geben, was von der Digi- talisierung in weiten Teilen der Industrie getrieben wird. „Klassische Branchen und Leitindustrien verschmelzen mit der IT“, stellt der Branchenverband Bitkom fest. Das Wachstum aber bringt die Bran- che auch arg in Bedrängnis, denn schon Ende 2018 waren nach der Erhebung des Bitkom 82.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. „Wir brauchen eine Offensive für mehr Digitalkompetenz“, sagt deshalb Bitkom-Präsident Achim Berg. „Denn um die digitale Herausfor- derung zu bestehen, brauchen wir viel mehr Digitalexperten. Dazu müssen wir unsere Schulen endlich ins digitale Zeitalter führen, junge Menschen für die Berufe der Zukunft begeistern, Anreize für digitale Weiterbildung setzen und die Zuwanderung ausländischer IT-Spezi- alisten erleichtern.“ Gigantische Wertschöpfung durch Big Data „Dank der Digitalisierung steuern wir auf eine Industrie zu, in der die Kombination von Prozessverständnis und Daten in globalen Wert- schöpfungsnetzwerken eine wesentliche Rolle spielt“, erklärt Siegfried Russwurm, Vorstand der Siemens AG. Maschinen kommunizieren mit Maschinen, Autos lernen, selbst zu fahren, im Internet entstehen digitale Umkleidekabinen fürs Onlineshopping – die Industrie ist auf Software und Sensoren angewiesen, ohne die schon heute nichts mehr läuft. Daten sind der neue Rohstoff, deren Austausch läuft über Da- tenautobahnen und Server, innerhalb der Cloud: Der Datenhighway schafft langfristig ein Industrie-Internet mit echter Wertschöpfung. Der Technologiekonzern General Electric etwa rechnet damit, dass in 20 Jahren die Wertschöpfung mit Big Data und Cloud Computing höher sein wird als das heutige Bruttoinlandsprodukt von China – und das lag 2015 bei knapp 11 Billionen US-Dollar. Das beschert der ITK-Branche den bis dato größten Umbruch. Um der Nachfrage nach Digitalisierung und digitalen Geschäftsmo- dellen aus der Industrie nachzukommen, muss sie sich neu ausrich- ten. Die Folge: IT-Giganten wie Hewlett-Packard spalten sich in eine kleinere Hardware- und eine größere IT-Service-Sparte auf, IBM in- vestiert Milliarden in Geschäftsmodelle mit digitalen Inhalten, Oracle will zum IT-Dienstleister mutieren und der deutsche Softwarekon- zern SAP setzt noch stärker als schon bisher auf den Verkauf seiner Programme auf Angebote aus der Cloud und IT-Services inklusive Be- ratung. Hinzu kommen chinesische Anbieter, die mit Kapitalmitteln im Rücken auf die Weltmärkte expandieren, ganz nach dem Vorbild von Lenovo und Huawei. Jedes sechste Jobangebot geht an IT-Fachkräfte In der Industrie selbst mangelt es an Fachkräften, die die neuen An- forderungen der digitalen Wirtschaft umsetzen können. Auch wenn, so eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, gleich 92 Pro- zent der deutschen Unternehmen in der Industrie 4.0 eine Chance sehen: Nur 44 Prozent der deutschen Firmen haben 2015 keine oder nur sehr begrenzte Fortschritte darin gemacht, die eigene Produktion oder Wertschöpfungskette zu digitalisieren. Und bislang hat nur jedes zehnte Unternehmen in seinem Haus passende Anwendungen und entsprechende Strategien implementiert. Doch nach einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und der Beratung Strategy& will allein die deutsche Industrie bis 2020 jährlich 20 Milliarden Euro in Industrie 4.0-Lösungen investieren. Die Nachfrage nach Fachkräf- ten ist daher nicht nur in der ITK-Branche selbst, sondern in der gesamten Industrie groß. Branchenübergreifend fehlen laut Bitkom 43.000 IT-Fachkräfte derzeit. Das Industrie-Internet schöpft neue Werte 2019 wuchs die ITK-Branche um 1,5 Prozent und schaffte 40.000 zusätzliche Jobs. Weil klassische Branchen und Leitindustrien mit der ITK verschmelzen, finden Fach- kräfte überall exzellente Jobchancen.

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