Jobguide HAMBURG_HANNOVER_NORDDEUTSCHLAND_d1220

Hamburg_Hannover_Norddeutschland Wer durch Schleswig-Holstein fährt, kann die Energiewende sehen. 1977 ging in Brunsbüttel eines der ersten norddeutschen Atomkraft- werke ans Netz. Inzwischen sind im Norden, genau wie im Rest der Republik, die meisten Meiler außer Betrieb. Dafür produziert das nördlichste Bundesland inzwischen mehr Öko-Strom als es selbst ver- braucht – vor allem dank der steifen Brise, die hier oben zwischen Nord- und Ostsee oft weht. Weit über 3.000 Windkraftanlagen dre- hen sich mittlerweile auf Feldern, Wiesen und Industriegeländen. Auch rund um das stillgelegte Atomkraftwerk Brunsbüttel sind meh- rere große Windparks entstanden. Zusammen kommen die Onshore- Windräder in Schleswig-Holstein bereits auf eine Nennleistung von 6.000 Megawatt, was sechs konventionellen Großkraftwerken ent- spricht. Energiewende- und Umweltminister Robert Habeck will den Ausbau weiter vorantreiben, nicht zuletzt durch Offshore-Windparks im Meer wie „Nordsee Ost“, das nördlich von Helgoland von RWE Innogy betrieben wird oder „Amrumbank West“ von Eon. Habecks Ziel: Bis 2025 sollen in seinem Bundesland 300 Prozent des rechne- rischen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. „Schleswig-Holstein spielt für die Umsetzung des Atomausstiegs und den bundesweiten Klimaschutz eine entscheidende Rolle“, sagt er. Hier dreht sich was Erneuerbare Energien und maritime Technologien, Umweltschutz und Gesundheit – zwischen Hamburg, Bremen und Hannover blühen vor allem nachhaltige Branchen. Doch auch die Häfen, Handel und Landwirtschaft prägen traditionell die Wirtschaft im weitläufigen Norden.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTYxMjE=