Jobguide ENGINEERING_LIFE SCIENCES_d1220

Fotos: Fotolia, euthymia, fotomek, Olivier de Moal, sakkmesterke, science photo, sebra, pixabay Der Batteriehersteller Varta in Ellwangen imAllgäu baut die Produk- tion seiner Lithium-Ionen-Zellen aus und schafft bis 2022 rund 600 neue Arbeitsplätze. Nicht die Autoindustrie ist der Treiber für die neue Batterieoffensive von Varta, sondern die kabellosen Kopfhörer der Bluetooth-Technologie. Sie, aber auch andere Anwendungen wie Hörgeräte, Herzschrittmacher und Uhren, brauchen die Lithium-Ionen-Zellen, die Varta in Ellwangen produziert. Kündigte der Konzern bereits im September 2019 an, die Pro- duktion bis 2022 auf 150 Millionen Zellen jährlich hochzufahren, sollen es jetzt 200 Millionen werden. Dafür braucht Varta zusätzliche Mitarbeiter – und will bis Ende 2021 rund 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Varta sorgt damit nicht nur für mehr Jobs. Das Unternehmen baut vor allem sein Know-how als Technologie- und Innovationsführer in der Batterietechnologie aus. Dabei geht es um die Erhöhung der Energiedichte in den Zellen um 30 Prozent, aber auch um die Weiterentwicklung von Silizium-dominierten Anoden. Hierbei handelt es sich um besonders speicherfähige, negativ geladene Elektroden, die über Oxida- tionsreaktionen elektrische Energie erzeugen. Das Ziel: Sie sollen tauglich gemacht werden für die Massenproduktion, nicht nur von kleinen, sondern auch von großen Lithium-Ionen-Zellen. Damit bleibt eine Schlüsseltechnologie in Deutschland, die auch für die Elektrifizierung der Verkehrs- systeme unentbehrlich ist. Quelle: Manager Magazin Weltgrößte Wasserstoffanlage in Hamburg Geplant ist eine 100-Megawatt- Anlage, das Zehnfache der aktuell größten Betriebsstätten. Nach Angaben des Anlagenbauers Siemens könnte sie pro Stunde rund zwei Tonnen Wasserstoff produzieren. Damit könnten Pkw 250.000 Kilometer weit fahren (mit entsprechender Brennstoff- zelle), bei Lkw sind es 25.000 Kilometer. Nutzen könnte den Wasserstoff auch die rund um den Hafen angesiedelte Industrie, der erforderliche Ökostrom käme als überschüssige Energie aus Wind- kraft- und Solaranlagen. Hamburg könnte damit zu einem Top-Platz für Ingenieure und Techniker werden, die sich für klimaneutrale Energie engagieren wollen. Quellen: Spiegel, Handelsblatt Varta schafft 600 neue Stellen Company Digitalbranche steht vor Kündigungen Wer nichts produziert, kann auch nichts verkaufen – und stellt daher seine Mar- ketingaktivitäten ein. Das bekommt die Werbebranche deutlich zu spüren. Eine Umfrage des Bundesverbands DigitaleWirt- schaft unter 200Mitgliedern belegt, dass ihnen schon jetzt ein Drittel des Umsatzes weggebrochen ist. Bereits von Digitala- genturen erstellteWerbematerialien sind unbrauchbar, weil sie die Pandemie nicht berücksichtigen, neue Projekte haben die Auftraggeber auf Eis gelegt. Weil die Aufträge fehlen, reagiert die Digitalbranche zunächst mit Kurzarbeit. Ein Drittel der Unternehmen haben bereits An- träge auf Kurzarbeit gestellt und reduzieren die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter um 50 Prozent. Mehr noch: Jedes fünfte Unterneh- men rechnet damit, Kündigungen ausspre- chen zumüssen, durch die verheerenden Auswirkungen der Corona-Krise. Sie hat den Markt völlig auf den Kopf gestellt. Bewerber hatten vor der Krise wegen des Fachkräf- temangels beste Aussichten, jetzt müssen sogar erfahrende Festangestellte um den Job zittern. Quelle: FAZ Jobguide Die Corona-Pandemie legt die Axt an die Umsätze der Digitalwirtschaft. Besonders betroffen ist dieWerbebranche. Sie fürchtet daher Kündigungen, schreibt die FAZ. Einwichtiger Baustein für eine klimaneu- traleWirtschaft ist Wasserstoff. Jetzt plant Hamburg die weltgrößte „Power-to Gas“- Elektrolyseanlage.

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