Jobguide ENGINEERING_LIFE SCIENCES_d621

Fotos: Fotolia, euthymia, fotomek, Olivier de Moal, sakkmesterke, science photo, sebra, pixabay Massenweise Jobs entstehen unter anderem für Chemiker und Inge- nieure in den Batteriewerken, die jetzt wie Pilze aus dem deutschen Boden schießen. Erste Produktionen sind bereits gestartet, andere starten bald. Wer aus den Natur- oder Ingenieurwissenschaften kommt und sich für eine Karriere rund um E-Autos interessiert, wird in den kommenden Jahren gute Jobchancen haben, denn überall in Europa entstehenden Batteriewerke und der Aufschwung der Elektromobilität ist in vollem Gang. Nach Schätzung des Bera- tungsunternehmens Capgemini werden bis Ende dieses Jahrzehnts in Europa rund 220.000 Jobs in Batteriewerken und bei Zulieferern entstehen – davon die Masse, nämlich etwa 100.000, voraussichtlich in Deutschland. Stellen in allen Bundesländern – Spitzenreiter Tesla Bereits eröffnet, schreibt das Handelsblatt, haben die Unternehmen Microvast in Ludwigsfelde mit – nach Schätzung von Capgemini – rund 160 Mitarbeitern und Le- clanche in Willstätt mit etwa 320 Köpfen. Den Start geplant für 2022 haben die Un- ternehmen Svolt in Überherrn, Catl in Arnstadt und Farasis in Bitterfeld, wo jeweils rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Im gleichen Jahr will Tesla in Grünheide mit 4.000 Leuten loslegen. Danach folgen dann 2024 noch Volkswagen in Salzgitter, wo 1.500 Stellen geschaffen werden und 2025 ACC in Kaiserslautern mit weiteren 2.000 geplanten Jobs. Lanxess-Tochter Saltigo produziert Elektrolythe für Batterien Weitere positive Job-Effekte werden auch die Zulieferer haben. Ein Beispiel dafür ist der Kölner Chemiekonzern Lanxess: Er kooperiert mit dem chinesischen Hersteller von Leitsalzen und Elektrolyten Tinci Materials Technology. Ab 2022 will Lanxess im Leverkusener Chemiepark im Auftrag von Tinici Elektrolyte für Batteriezellen produ- zieren. Tinci investierte im Leverkusener Chempark bereits einige Millionen. Geplant ist, mit den Elektrolyten europäische Batteriezellenhersteller zu beliefern. Lithium-Projekt in den USA Der Kölner Chemieriese hat aber noch ein weiteres Standbein, das ihm ermöglicht, tiefer in die Elektromobilität einzusteigen: 2017 übernahm Lanxess mit Chemtura eine Brom-Mine in El Dorado imUS-Bundesstaat Arkansas. Dort wurde batteriefä- higes Lithium gefunden. Derzeit versucht der Konzern in einem Pilotprojekt, reinstes Lithium aus der Mine zu extrahieren. Quellen: Handelsblatt.com, Rheinische Post, Kölner Stadtanzeiger Evocenta schafft 250 Jobs im Ruhrgebiet Bis 2023 will die Evocenta GmbH im Gelsenkirchener Wissen- schaftspark über 250 neue Jobs für IT-Spezialisten schaffen. Sie sollen in Kooperation mit For- schungszentren und Universitäten eine Plattform für Künstliche Intelligenz entwickeln, die Un- ternehmen zur höchstmöglichen Automatisierung von Prozessen einsetzen können. Noch 2021 soll ein Forschungszentrum für KI entstehen, an dem sich auch Forschungsinstitute und Unis beteiligen. Auch ein Hub für ein intelligentes Service Center sowie ein eigenes Security Operation Center sind für 2021 vorgesehen. Evocenta wurde Ende 2020 ge- gründet mit Gesellschaftern wie der Sepicon AG, der K&K Networks GmbH und der Evonik Industries AG. Quelle: Lokalkompass.de Rund 100.000 Jobs durch Batterien für E-Autos Company Merck wächst als Impfstoff-Zulieferer Jobguide In Gelsenkirchen entwickelt das Digital- Start-up Evocenta eine eigene KI-Plattform für Unternehmen, die ihre Prozesse automatisierenwollen und sucht IT-Fach- personal. Im Corona-Jahr 2020 hat Merck „ein wirklich hervorragendes Geschäftsergebnis“ erzielt, schreibt die FAZ, denn weltweit steiger- te das Unternehmen seinen Umsatz um 8,6 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro, der Gewinn kletterte um 18,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Vor allem die Sparte Life Science konnte zulegen, weil sie mit ihren Produkten für Labore mit Impfstoffpro- duzenten ins Geschäft kam. So produziert Merck etwa Lipide (fettartige Moleküle) für Biontech-Pfizer. ImGeschäft mit der Elektronikindustrie profitierte Merck vom Zukauf des Halbleiterlieferanten Versum. Trends wie Homeoffice, G5 und autonomes Fahren heizen die Nachfrage nach Halblei- tern weiter an. Weltweit bot Merck imMärz 2021 über 1.200 Stellen an. Quelle: FAZ

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